Die Stadtpolizei Lampertheim setzte am letzten Donnerstag erneut ein deutliches Zeichen für mehr Verkehrssicherheit im Stadtgebiet. Im Rahmen einer gezielten Kontrolle überwachten vier Beamte der Stadtpolizei den fließenden Verkehr in der Römerstraße, unmittelbar in Höhe des „Hauses am Römer" und der dortigen Lichtzeichenanlage für Fußgänger.
Die Örtlichkeit war nicht zufällig gewählt: Die Fußgängerampel an dieser Stelle gilt bei Anwohnern und Verkehrsteilnehmern seit längerem als neuralgischer Punkt, an dem es immer wieder zu riskanten Situationen zwischen Autofahrern und zu Fuß Gehenden kommt. Mit der Standkontrolle wollte die Stadtpolizei sowohl präventiv wirken als auch bestehende Verstöße ahnden.
Die Kontrolle fand am Vormittag statt und erstreckte sich über einen Zeitraum von rund eineinhalb Stunden. Die eingesetzten Beamten richteten ihr Augenmerk dabei gezielt auf drei besonders unfallträchtige Verstoßarten:
Rotlichtverstöße an der Fußgängerampel
die Missachtung der Anschnallpflicht
die verbotene Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt.
Alle drei Verhaltensweisen zählen zu den häufigsten Ursachen für schwere Verkehrsunfälle mit Personenschaden.
Insgesamt wurden 13 Verstöße festgestellt. Damit bestätigte sich aus Sicht der Stadtpolizei leider, dass ein nicht unerheblicher Teil der Verkehrsteilnehmer grundlegende Verkehrsregeln im Alltag missachtet – häufig, ohne die damit verbundene Gefahr für sich selbst und andere, insbesondere für Fußgänger, ausreichend zu bedenken.
Gegen die Fahrerinnen und Fahrer, bei denen ein Verstoß festgestellt wurde, wird nun ein entsprechendes Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Je nach Art des Verstoßes müssen die Betroffenen mit Bußgeldern, Punkten im Fahreignungsregister in Flensburg und – im Fall von qualifizierten Rotlichtverstößen – unter Umständen auch mit einem Fahrverbot rechnen.
Die Stadtpolizei kündigte an, auch künftig verstärkt an bekannten Gefahrenstellen im Stadtgebiet präsent zu sein und dort punktuelle Kontrollen durchzuführen. Ziel sei es, das Sicherheitsgefühl von Fußgängerinnen und Fußgängern zu erhöhen und Autofahrer für ein rücksichtsvolleres Verhalten im Straßenverkehr zu sensibilisieren.